Regeln für das Verschweißen:
1. Gleiches mit Gleichem verschweißen
Es lassen sich nur identische Materialien verschweißen, wie z.B. PP mit PP. Ein Verschweißen von PP mit PVC oder anderen Kunststoffen ist nicht möglich! Ausnahmen: XENOY (PC/PBTP) ist verschweißbar mit PC PP/EPDM, allerdings nur bedingt verschweißbar mit PP.
2. Richtige Temperatur
Der Kunststoff muss erwärmt werden, bis er plastifiziert (teigig, weich) ist. Das Heißluftschweißgerät (z.B. SCHELB) besitzt Funktionsprogramme, wo die Richtwerte für Temperatur und Luftmenge für verschiedene Kunststoffarten gespeichert sind. Weiterhin bietet das Heißluftschweißgerät die Möglichkeit eine individuelle Programmierung von Temperatur und Luftmenge durchzuführen. (siehe Tabelle).
Kurzzeichen | Kunststoff | Temperatur |
PVC hart | Polyvinylchlorid | 340°C |
HD/PE | Polyäthylen | 300°C |
PP/EPDM | Polypropylen/ Äthylen- Propylen-Terpolymere | 280°C |
PC | Polycarbonat | 370°C |
ABS | Acrylnitril-Butadien- Styrol-Copolymere | 360°C |
PVC weich | Polyvinylchlorid | 370°C |
PP | Polypropylen | 320°C |
PA | Polyamid | 400°C |
ABS/PC/ALPHA | Honda Polymer-Alloy | 350°C |
PC/PBTP (Xenoy/ Pocan) | Polycarbonat/ thermo- plastischer Polyester | 350 |
3. Gleichmäßiger Druck
Beim Drahtschweißen wird der Anpressdruck durch Drücken auf den Schweißdraht aufgebracht .
4. Gleichmäßige Geschwindigkeit
Um eine gute Verschweißung zu erzielen ist auf eine gleichmäßige Arbeitsgeschwindigkeit zu achten.
5. Beenden des Schweißvorganges
Nach Beenden des Schweißvorganges muss gewartet werden bis die Naht abgekühlt ist. Der überstehende Draht sollte möglichst nahe am Grundmaterial abgeschnitten werden. Die jeweilige Schweißgeschwindigkeit hängt von der Dicke des Bauteils und des Schweißdrahtes ab. Beide müssen sich zur Verschweißung im weichen Zustand befinden.
